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Franz Heinz, 1929 in der Gro%u00dfgemeinde Perjamosch im rum%u00e4nischen Banat geboren und dort aufgewachsen, durchlebte Flucht und Heimkehr und die kommunistische Diktatur in Rum%u00e4nien - vergeblich auf derSuche nach einer neuen Geborgenheit in der Heimat.1960 stellte ihn die Bukarester Tageszeitung %u201eNeuer Weg%u201c als Kulturredakteur ein. F%u00fcr seine Erz%u00e4hlung%u201e%u00c4rger wie die Hund%u201c erhielt er 1972 den Minderheitenpreis des Rum%u00e4nischen Schriftstellerverbands. 1976erschien im Bukarester Kriterion Verlag das von Franz Heinz herausgegebene Gro%u00dfe Alscher-Tierbuch%u201eBelebte Nacht%u201c, dem 2006 im IKGS Verlag. M%u00fcnchen Alschers %u201eBelgrader Tagebuch 1917-1918%u201c folgte.1976 in die Bundesrepublik Deutschland ausgesiedelt, war Franz Heinz zwei Jahrzehnte hindurch f%u00fcr den inBonn erscheinenden Pressedienst %u201eKulturpolitische Korrespondenz%u201c (Ressort Literatur und Kunst) t%u00e4tig,danach als Verantwortlicher Redakteur der vom Mitteldeutschen Kulturrat herausgegebenen Zeitschrift%u201eKultur-Report%u201c. Gleichzeitig war er Mitarbeiter der von Gudrun Schmidt betreuten WDR-Sendung %u201eAlteund neue Heimat%u201c (H%u00f6rfunk), die vor allem kulturpolitische Beitr%u00e4ge %u00fcber und aus den Vertreibungsgebieten ausstrahlte. Zu den von Franz Heinz im D%u00fcsseldorfer %u201eGerhart-Hauptmann-Haus%u201c betreuten Kunstausstellungen geh%u00f6rt auch die gro%u00dfe Kirchner-Retrospektive 2000, die umfassend das malerische Werk des inzwischenPforzheimer K%u00fcnstlers zeigte.Seinen zahlreichen Presse- und H%u00f6rfunk-Beitr%u00e4gen f%u00fcgte Franz Heinz 1988 die Monografie %u201eFranz Ferchund seine Banater Welt%u201c hinzu. Sie ist im Verlag des S%u00fcdostdeutschen Kulturwerks, M%u00fcnchen erschienen. Der Traian-Pop-Verlag Ludwigsburg brachte 2020 den Roman %u201eEndzeit%u201c heraus, in dem Franz Heinz in derGestalt des Malers Franz Ferch (im Roman %u201eLerch%u201c) die Banater Schicksalsjahre im 20. Jahrhundert nach,stellt.253